INFOsys entscheidet sich gegen Weiterentwicklung der SGBII-Lösung

Limbach, den 09.07.2010. INFOsys Kommunal hat sich entschlossen, die Weiterentwicklung seiner SGB II (ALG II) - Lösung für optierende Kommunen einzustellen.

Als Begründung gibt die Firma folgende Stellungnahme ab:

Der Markt der Optionskommunen ist, zumindest in den kommenden Jahren, relativ begrenzt. Wir hätten eine generelle Freigabe der Option bei gleichzeitiger Ansiedelung relevanter Kernpunkte, darunter die Statistik und die  Schnittstellen, bei neutralen Instanzen begrüßt. In der derzeitigen Form halten wir den Zeitrahmen, durch den bis ins Jahr 2011 hinein noch keine sicheren Zu- oder Absagen möglich sind, für zu eng gewählt, wenn man die Zeit bedenkt, die seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vergangen ist. Die Größe des potenziellen Marktes ist zudem zu klein, und die Unwägbarkeiten hinsichtlich Einflussnahme verschiedener beteiligter Parteien sind zu riskant, um uns, nach aktuellem Stand der Dinge, daran zu beteiligen.

In Anbetracht dessen und unserer eigenen Ansprüchen an Qualität, Funktionsumfang und Zukunftssicherheit unserer Produkte haben wir uns deshalb entschlossen, bei der ersten geplanten „Runde“ von Neuvergaben im Bereich der Option nicht mit zu machen. Die Investition zur Weiterentwicklung und die Bedienung von jederzeit anpassbaren Statistiken und Schnittstellen stellt ein wirtschaftliches Risiko dar, das wir angesichts des begrenzten Marktvolumens nicht eingehen wollen. Das wichtigste Argument ist jedoch, dass unsere Bestandskunden von uns weiterhin Software und Service erwarten, die unserem Motto „We do Care“ auch gerecht wird. Dies ist, im Falle der Teilnahme an diesem „neuen“ Markt, nicht sicher gestellt, da in diesem Falle unsere Bestandskunden nicht nur das wirtschaftliche Risiko indirekt mit tragen müssen, sondern auch zwangsläufig durch die begrenzte Ressource „Personal“ über den Zeitraum der Weiterentwicklung weniger Service als bisher in Kauf nehmen müssen. Somit ist dieser Weg für uns keine sinnvolle Option. Es kann nicht unser Ziel sein, zum Nachteil von bestehenden Kunden zu arbeiten.

Also steht die Entscheidung: Wir bleiben spezialisiert auf die Bereiche SGB XII und Kindertagesbetreuung. Wir werden uns darauf konzentrieren, unsere Produkte in allen Bereichen, in denen wir bislang aktiv sind, weiter zu verbessern. Sollte sich die Regierung eines Tages für eine generelle Freigabe der Option entscheiden, werden wir dies zum Anlass nehmen, diese Position gegebenenfalls zu revidieren. Die vorhandene und im Einsatz befindliche Lösung für den Bereich der getrennten Trägerschaft (SGB II – KdU) wird ebenfalls weiter gepflegt werden, solange Kommunen diese Option offen steht.


 

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